Archiv der Kategorie: Rpg

RPG-Blog-O-Quest #031: Schwerter und Kanonen

Der April neigt sich langsam dem Ende zu, da möchte ich auch endlich meine Antworten zum RPG-Blog-O-Quest #031 geben. Die Fragen stellt Runway 61 hier.

Erst gibt es zwei vorgeschlagene Background-Fragen:
a. Welches Regelwerk spielst du am liebsten / am häufigsten? Kann ich gar nicht sagen, da das zu häufig wechselt. Zur Zeit spiele ich am liebsten Fate und pbtA-Games.
b. Beschäftigst du dich auch sportlich mit Waffen? Zum Beispiel Bogenschießen, Kendo oder bist du Sportschütze? Nö. Bogenschießen würde ich gerne irgendwann mal machen, aber dazu fehlt mir Zeit bzw. die Lust andere Prioritäten zu ändern.

Okay, und hier die eigentlichen Fragen:
1. In DnD unterscheiden sich die einzelnen Waffen fast nur durch ihren Schadenswürfel, in Splittermond hat eine Waffe mehr Stats als Charaktere in anderen Systemen. Shadowrun hat ganze Waffenbücher während es in Fate Core kaum einen Unterschied macht, ob man mit Fäusten, Schwertern oder schweren Maschinengewehren kämpft. Wie wichtig sind dir viele verschiedene Waffen? Wie lange ist die ideale Waffenliste? Am liebsten mag ich derzeit den Ansatz von Malmsturm oder Dungeon World. Es ist egal, wie gut deine Waffe ist, der Effekt hängt vor allem vom Kämpfer ab. Habe immer mal wieder natürlich auch Charaktere, wo ich ewig lange die Waffen ausgesucht habe, aber am Ende steht doch „Style over Substance“. Das dürfte auch der Grund sein, warum ich bei Pathfinder auf der 15. Stufe immer noch mit einer +1-Waffe rum laufe.

2. Die Artussage wäre nicht komplett ohne das Schwert Excalibur. Hat in deiner Rollenspielerfahrung schon mal eine Waffe eine ganz zentrale Rolle gespielt? Habe grade meinen Ordner mit gespielten Charakteren mal überflogen. Ich hätte es nicht gedacht, aber eigentlich habe ich da keinen Charakter drin, wo ich mich erinnern könnte, dass eine Waffe ganz zentral in einem Abenteuer im Vordergrund stand. Natürlich stand bei der grade beendeten Pathfinder-Kampagne in einem Abenteuer eine Waffe im Vordergrund, aber ich weiß nicht mal mehr den Namen der Waffe und wir haben sie auch irgendwie nie benutzt.

3. Dein Wüstenkrieger ist fertig erstellt, fehlt nur noch die Ausrüstung. Ikonisch wäre als Waffe natürlich ein Krummsäbel, aber die Wikingeraxt macht viel mehr Schaden! Wie sehr gerätst du in Versuchung? Nein, nicht mal in Ansätzen. Lieber spiele ich nen schwächeren Charakter, als dass so ein Zeug entsteht. Die einzig denkbare Ausnahme wäre für mich ein Relikt, aber so richtig schön finde ich diese nun auch nicht.

4. Feuerwaffen in Fantasy/Fäntelalter-Settings finde ich langweilig, weil… ich solche Waffen im Fantasy-Bereich einfach übewrflüssig finde. Mir reichen Armbrüste, Bögen, Wurfwaffen etc.

5. Egal ob Bogen oder Sturmgewehr: wie haltet ihr es in euren Runden mit der Munition? Wird der Verbrauch nachgehalten? Muss neue Munition gekauft / gebaut / gelootet werden?
Meist wird Munition ignoriert. Einerseits fände ich es je nach System wirklich mal spannend, das abzustreichen. Bei Apocalypse World sollte das auf jeden Fall sein. Sonst finde ich vor allem den Dungeon World-Ansatz nett: Also nur je nach Würfelwurf wird Munition abgestrichen. Sonst werden wir auch weiterhin nichts abstreichen, außer bei Spielen, wo die Knappheit ein elementarer Bestandteil ist wie AW, Degenesis oder Afmbe.

Bonusfrage: Die ungewöhnlichste Waffe, mit der einer meiner (N)SCs je einen Gegner überwältigt hat, war… eine Garotte. Eine Garotte ist natürlich ein Werkzeug für Attentäter, aber eigentlich ist das keine Waffe, mit der man im Zeikampf kämpft, aber genau dazu kam es irgendwann mal in einer Savage Worlds-Runde und das war so genial beschrieben, dass sich die ganze Szene bis heute in mein Gedächtnis gebrannt hat.

Wie der RPG-Blog-O-Quest funktioniert?
Und für die, die den monatlichen RPG-Blog-O-Quest immer noch nicht kennen, ist hier auch noch einmal die Erläuterung zu der monatlichen Aktion zusammengefasst:
• An jedem Monatsersten stellen unterschiedliche Blogs, organisiert über das Forum auf RSP-Blogs, dem Rollenspielvolk fünf +1B Fragen (in der Regel in Form von Lückentexten), um deren Beantwortung auf Blogs, in Podcasts, in Vlogs oder in Foren gebeten wird.
• Jeder Monat erhält ein Hauptthema um den sich die Fragen drehen.
• Über die Zusendung der Links freuen sich die Ausrichter.
• Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen.
• Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden.

RPG-Blog-O-Quest #028: Jahresrückblick 2017

Das neue Jahr ist nun schon eine Woche alt, da möchte ich auch endlich meine Antworten zum RPG-Blog-O-Quest #028 geben. Die Fragen stellt Greifenklaue hier.
Warum ich das mache? Weil ich die Aktion insgesamt einfach toll finde und mir letztes Jahr überlegt hatte, da mal mehr mitzumachen. Habe ich aber nicht so umgesetzt, weil mir Zeit am PC mittlerweile immer unwichtiger wird und dann schieben sich schnell die anderen Aktivitäten des Lebens vor. Vielleicht komme ich dieses Jahr häufiger dazu. Also:

1. Meine erste Spielrunde 2018 war Splittermond. In unserer langjährigen Dienstagsrunde leite ich jetzt mal ne Weile alle zwei Wochen und wir haben uns für Splittermond entschieden. Als erstes spielen wir das Abenteuer „Der Schimmerturm“ von Michael Wuttke. Das Abenteuer ist einfach und meine Hoffnung ist, die Spielrunde schnell in die Welt einzuführen, damit wir danach „Das Geheimnis des Krähenwassers“ spielen können.

2. Das beste/einprägsamste Erlebnis 2017 in Deiner Rollenspielrunde war nicht da. Ich kann mich nicht über einen Mangel an Spielrunden beklagen. Ich spiele jeden Dienstag, jeden zweiten Freitag und noch regelmäßig an Wochenenden. Da kommen viele schöne Momente zusammen, aber irgendwie hebt sich da jetzt in meiner Erinnerung keiner so richtig raus.

3. Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut? Das wichtigste Produkt war aus meiner Sicht Conan. Ich habe davon viele Bücher aus der Wave 1 bekommen und als Conan-Fan bin ich etwas traurig, dass ich da bisher nur rein bisschen reinlesen könnte. Aber das steht ganz weit oben auf meiner Leseliste für 2018.
Ein weiteres „RPG-Produkt“, welches ich 2017 sehr schön fand, ist das Buch Dungeons & Workouts. Ich mag Sport und finde den Trend zu HIIT oder Körpergewichtsübungen sehr schön und da kam das Buch grade recht. Inhaltlich gefällt es mir gut, mit der grafischen Aufmachung tu ich mich etwas schwer. Aber insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

4. Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2017 , welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern? Am meisten gespielt habe ich definitiv Boindil, mein Pathfinder-Zwerg, den ich nun ja schon einige Jahre spiele. Aber auch diese Dienstagskampagne neigt sich langsam dem Ende zu. Ich vermute mal, dass wir diese Kampagne dieses Jahr beenden. Woran sich meine Mitspieler am ehesten erinnern, kann ich nicht sagen, da müsste man wohl eher meine Mitspieler fragen. Vermutlich an einen kampfstarken, aufbrausenden Zwerg, der zu den kleinsten Zwergen gehört, die man sieht, und gleichzeitig zu den schwersten.

5. Gab es 2017 auch eine RPG-Runde oder -Produkt, welches sich als absolute Zeitverschwendung entpuppte? Warum? Hihi, wollte grade Nein schreiben, aber sicher gab es ein schlechtes Produkt: Alas Vegas! Alas Vegas ist ein Kickstarter, der mich so richtig enttäuscht hat. Das Spiel wurde am 28. Februar 2013 gefundet. Seitdem kamen viele Updates mit den abenteuerlichsten Erklärungen, warum der Autor das Buch grade nicht fertig schreibt. Das er in der Zwischenzeit diverse längere Artikel in anderen Publikationen geschrieben hat, hat meinen Ärger weiter angefacht. Und gegen Ende dieses Jahres ist das Buch dann endlich angekommen. Gelesen habe ich es nicht, da die Zeit ziemlich vorbei ist, wo ich mich auf das Spiel gefreut habe. Aber beim ersten Blättern ist mir nur ein äußerst liebloses Werk in Erinnerung geblieben, das richtig schlecht aussah. Vielleicht ändert sich der Eindruck eines Tages, aber der Kickstarter war ne volle Enttäuschung!

Bonusfrage: Welchem Random-Blog-Encounter wirst Du zuerst erledigen? Ich habe mal gewürfelt und es ist die 77 raus gekommen. Damit wäre das „Dein erster Charakter?“. Ich denke, die Frage habe ich schon mal beantwortet, da suche ich die Antwort noch mal raus und vielleicht schreibe ich da noch mal mehr zu.

#31tagequest Tag 15

Wie ist die Akzeptanz deiner Verwandtschaft / nicht rollenspielenden Bekannten bezüglich Rollenspiel?
Groß. Warum auch nicht? Wir sind ja nicht in Amerika mit „mothers against dungeons and dragons“. Klar schüttelt der Eine oder Andere schon mal den Kopf, wenn ich erzähle, wie gerne ich rollenspiele und wie viel Zeit ich damit vertreibe, aber so richtig negative Stimmen habe ich afaik noch nie gehört. Bin mal gespannt, ob das bei anderen so ganz anders ist…

#31tagequest Tag 31

Wer war der / die beste Spielleiterinn, bei der du spielen durftest und warum?
Ich wollte schon etwas darüber schreiben, dass ich bei ganz vielen schon einzelne Sachen toll fand, aber in dem Moment fiel mir ein, dass ich doch jemanden wirklich hervorheben kann.
Auf einem der ersten Wölkchen-Cons habe ich mal unter einem SL gespielt, der wirklich super war. Ich versuche mal aufzuzählen, was an ihm so gut war:
– Die Vorbereitung. Wir haben nahezu perfekte Charaktere bekommen. Auf jedem Charakterblatt standen die wichtigsten Werte, der Hintergrund (und zwar so, dass man damit rollenspieltechnisch etwas anfangen konnte), die Kurzregeln und Rollenspielhinweise.
– Die schauspielerischen Talente. Ich weiß, dass man beim Rollenspiel im Endeffekt nicht beim Theater ist, aber das, was der SL an dem Abend hingelegt hat, könnte auch in einem Laientheater vorgeführt werden. Ich erinnere mich bis heute an seine Stimme und seinen Gesichtsausdruck, als er einen Brückentroll verkörperte. Und ich habe in der Nacht damals von Brückentrollen geträumt. Das war absolute spitze.
– Die ausgedachte Geschichte. Das Ganze war eine Wikinger-Geschichte, die sehr mit der Mythologie verknüpft war. Alles Notwendige dazu stand auf den Charakterbögen und der ganze Rest wurde so nebenbei erklärt, dass keine Fragen aufkamen. Die Story hatte für alle Spieler Spotlight und genügend Herausforderungen, dass wirklich jeder zum Zuge kam.

Leider habe ich den SL nicht wieder getroffen, noch weiß ich wer das war, aber ich nehme mir vor, mal ein bißchen was von ihm abzuschauen, denn das kann dem eigenen Spiel nur helfen…

#31tagequest Tag 17

Gibt es einen Spieler oder Charakter, der dir imponierte und falls Ja, hast du versucht ihm nachzueifern?
Nein. Ganz einfach. Gerade auf Cons, aber auch im privaten Umfeld, erlebt man immer mal sehr interessante Charaktere oder Wesenszüge der Mitspieler, aber dass ich das jemals nacheifern wollte, kann ich nicht behaupten.

#31tagequest tag 8

Was ist das Verrückteste, was dir beim Rollenspiel passiert ist (ingame)?
Hmm. Ich weiß gar nicht. Gab schon viele sehr nette Szenen, aber ich könnte keine besonders hervorheben. Ich meine, dass Szenen ziemlich lustig waren (im Nachhinein), ist klar, denn sonst würde ich das Hobby wohl nicht mehr verfolgen. Zum beispiel als ein Magier unserer Gruppe einen Baum mit Feuerbällen angriff und damit quasi fast eine Heldin, die in dem Baum gefangen war, grillte.
Aber die meisten dieser Szenen sind doch so eng mit dem Spielabend verknüpft, dass da eben auch unsere Stimmung am Spieltisch mit in meine Erinnerung fließt und so erzählt wenig Sinn ergeben. Ich glaube, dass man viele lustige Szenen im Laufe des Rollenspiellebens kennen lernt und das dies eben einen Teil unseres schönen Hobbys ausmacht…

#31tagequest tag 22

Was für ein Film oder was für ein Buch hat dir am meisten Inspiration für dein Rollenspielhobby gegeben?
Faust. Ich mag dieses Buch und habe auch immer mal wieder einzelne Szenen daraus ins Spiel mit einfließen lassen. Zwar immer stark verändert, aber doch mit einigen Versatzstücken. Naja, ein Buch in dem der Teufel einen Pakt anbietet und das bei meinen Vorlieben im Rollenspiel, muss ich da wirklich mehr sagen?

#31tagequest tag 20

Gibt es ein System, dass du immer schon mal spielen wolltest, aber nie dazu gekommen bist?
Eins? Jede Menge leider. Da liegen noch so einige Spiele ungespielt hier rum. Von Das Lied von Eis und Feuer“ über „All flesh must be eaten“ und „Midgard“ bis hin zu „De profundis“. Und da liegen noch einige mehr.
Das ist das Problem, wenn man gerne andere Spiele ausprobiert und auch gerne andere Spiele kauft. Da häufen sich einfach immer mehr Spiele an und das eine oder andere spiel möchte man doch lieber spielen als leiten. Klar, einige kann man auch einfach leiten und die machen genau so viel Spaß, aber manche möchte man doch lieber spielen.
Bin ja schon froh, wie viele Spiele ich schon testen durfte. Und so manch eins werde ich ja auch noch antesten…