Archiv für den Monat: Januar 2006

Die Gedanken sind frei

Habe heute ein Lied in einem Blog gesehen, dass ich das letzte mal bei der Bundeswehr gehört habe. Ich finds klasse, also stelle ich es hier rein.
Ich stelle hier aber die Version rein, die ich kenne:

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei, wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen, kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei: die Gedanken sind frei.

Ich denke, was ich will, und was mich beglücket,
doch alles in der Still, und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren kann niemand verwehren,
es bleibet dabei: die Gedanken sind frei.

Ich liebe den Wein, mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei: die Gedanken sind frei.

Und sperrt man mich ein im finsteren Kerker,
das alles sind rein vergebliche Werke;
denn meine Gedanken zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei: die Gedanken sind frei.

Drum will ich auf immer den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen stets lachen und scherzen
und denken dabei: die Gedanken sind frei.

Wobei ich mir allerdings doch manchmal wünschte, dass man die eigenen Gedanken für kurze Zeit in geordnete Bahnen lenken könnte. Manchmal würde das sehr helfen, aber ich bin meistens dann doch froh, dass das nicht geht.

Verkorkstes Wochenende

Das war mal ein verkorkstes Wochenende. Eigentlich hätte ich das Wochenende auf einen „Erste Hilfe“-Kurs des DRK sein sollen.
Na ja. Ist ausgefallen.
Das habe ich erst spät erfahren. Ich wollte eigentlich am Freitag nach dem Rollenspielen noch zu einer Party. Als ich da um halb drei etwa eintraf, war allerdings schon kein bisschen Alkohol mehr da. Und dabei habe ich vorher ewig mit meiner Mutter verhandelt, dass ich ihr Auto in der Stadt stehen lassen durfte und sie es sich am nächsten Tag selbst abholt. Da habe ich noch mal schnell Emails gecheckt und da lag die Mail:
kein eh-kurs.
du hast ein freies wochenende.
a.

Toll. Auf einer Party ohne Alkohol und nix zu Tun am Wochenende. Ich habe dann für die anderen Alkohol geholt, war noch ne halbe stunde da und habe dann noch zwei Mädels nach Hause gebracht.
Samstag habe ich dann probiert mit A. eine Rollenspielrunde für den Nachmittag zu organisieren. Irgendwie sind dann sowohl A., als auch ich davon ausgegangen, dass der jeweils andere C. Bescheid sagt und ihn fragt, ob wir bei ihm spielen konnten. Seine Überraschung war groß, als er mich dann nachmittags sah. Aber er hatte eh nichts Wichtiges vor. Und das alle schon auf dem Weg zu ihm waren, war dann das ausschlaggebende Argument, uns nicht vor die Tür zu setzen.
Er wollte eigentlich bei wow irgendwas tun. Nichts Wichtiges. Sag ich ja.
Haben dann noch schön lange gespielt. Für die, die mit RPG was anfangen können: „die Hohen“. Wir spielen noch jugendliche Drachenblütige, die die letzten Jahre auf der Akademie sind. Hat was von einer Fernsehserie über High Schools.
Hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Danke an M., dass er sich so kurzfristig gemeldet hat zu leiten.
Der heutige Tag war dann zwar geplanter, aber auch irgendwie unbefriedigend. Wollte heute morgen erst Joggen gehen, als ich dann aufs Thermometer gesehen habe (-5° C), habe ich dann entschieden nicht zu joggen, sondern Rad zu fahren. Gruß an J., meine persönliche Fitness-Queen, hoffe dein Spinning-Kurs macht dir noch Spaß.
Und den Rest des Tages habe ich dann zwei Bücher mal näher beleuchtet und Internet gesurft. Also gegammelt. Aber das werde ich gleich mit einem schönem Bad ausklingen lassen.
Auf eine neue Woche…

Der innere Schweinehund

Arboretum hat hier geschrieben, wie ihr innerer Schweinehund sicherlich aussieht. Ich glaube ihr, denn meiner sieht genau so aus und ist genau so hinterhältig. Jetzt habe ich schon einige Zeit hingekriegt, dass ich morgens an ihm vorbei schlüpfe, um zu joggen. Aber heute hat er sich etwas neues Gemeines ausgedacht und sich mit den diversen Naturgeistern verbündet. Ich wollte grade raus und habe schon gemerkt, dass es irgendwie kalt und windig war. Scheiß Bedingungen. Aber da klingelte das Telefon. Ich also noch mal rein in die schöne Wärme. Der andere hat sofort aufgelegt, als er merkte, dass ich dran war. Kann natürlich auch ne Frau gewesen sein. Aber irgendwie hatte der innere Schweinehund es schon geschafft. Keine Kälte, kein Joggen!
Ich habe ihn mit Müsli besänftigt und bin dann einfach Schwimmen gefahren. Ich glaube, ich habe Krieg mit meinem inneren Schweinehund. Und das wird ein harter Krieg (wie jeder), aber ich werde das noch schaffen. Morgen gehts übrigens wieder joggen, da führt kein Weg dran vorbei.